14 Jahre – WAS NUN?

Beruf3Aller Anfang ist schwer

Spätestens nach der 7. Schulstufe müssen Sie und Ihr Kind überlegen, wie die schulische bzw. berufliche Ausbildung weitergehen soll.

Die Erfahrung zeigt, dass eine Entscheidung, wenn man gerade 14 oder 15 Jahre alt ist, nicht leicht fällt und viele Fragen auftreten. Daher sollte man frühzeitig an die Fragestellung herangehen, in welche Richtung die weitere Ausbildung führen soll. Dazu sollte Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind überlegen, wo die persönlichen Begabungen, Fähigkeiten, Stärken und Interessen liegen. Helfen bei der Entscheidung für eine weiterführende Schule oder einer Lehre können auch Berufsinteressens- oder Eignungstests (Online-Tests AMS oder auf www.bic.at , Karriereberatung WKO, Potenzialanalyse oder eine schulpsychologische Beratung. Unterstützung bekommen die Jugendlichen auch beim JugendService. (www.jugendservice.at)

An unserer Schule helfen Ihnen gerne die Schullaufbahnberater Herr Hammerl und die Berufsberaterin Frau Eisenbeiss weiter.

 

Beruf (15)Die Qual der Wahl

Die Wahl der richtigen Schule muss gut überlegt. Sie sollten in Frage kommende Schulen unbedingt vorab mit Ihrer Tochter/ Ihrem Sohn besichtigen. Fast alle Schulen veranstalten „Tage der offenen Tür“. Dort können Sie – gemeinsam mit Ihrem Kind – die angebotenen Ausbildungen und das schulische Umfeld besser kennen lernen. Außerdem können Sie Informationen über die Aufnahme-bedingungen, die Lehrpläne und die späteren beruflichen Möglichkeiten einholen.

Die Wahl der „richtigen“ Lehre, ist nicht minder schwierig. Hier helfen vor allem die Berufserkundungs- oder auch „Schnuppertage“ Informationen über den Beruf und seine Möglichkeiten sowie die Berufsschule zu erhalten.

 

Menü der Möglichkeiten

Beruf (4)

Polytechnische Schule (PTS) – Dauer 1 Jahr

Die PTS ist vor allem für jene Schüler/innen eine gute Wahl, die nach der neunjährigen Schulpflicht einen Lehrberuf erlernen wollen. Diese Schule legt neben der Vertiefung der Allgemeinbildung einen besonderen Schwerpunkt auf Berufsorientierung und Berufsgrundbildung in unterschiedlichen Fachbereichen (Metall, Bau, Handel/Büro, Tourismus, Elektro, Holz, Dienstleistungen).

Jugendliche können sich im Rahmen von Schnupperpraktika Berufe anschauen und es werden Betriebsbesuche und der Besuch von Berufsinformationsveranstaltungen durchgeführt.

Mit dem erfolgreichen Abschluss einer PTS ist die Schulpflicht erfüllt und die Schüler/innen können mit einer Lehre beginnen, aber auch in eine berufsbildende mittlere oder höhere Schule wechseln.

 

Beruf (8)Allgemein Bildende Höhere Schule (AHS) – Oberstufe – Dauer 4 Jahre

Die AHS-Oberstufe vermittelt in erster Linie eine vertiefte Allgemeinbildung und schließt mit der Matura ab. Zu beachten ist, dass die AHS keine speziellen Berufskenntnisse vermittelt. Das bedeutet, dass eine konkrete Berufsausbildung nach der Matura erfolgen muss. Die Ausbildung dauert üblicherweise vier Jahre.

Aus der AHS-Unterstufe weitergeführt werden folgende Schultypen:

  • Gymnasium (Schwerpunkt Sprachen)
  • Realgymnasium (Schwerpunkt Naturwissenschaften)
  • Wirtschaftskundliches Realgymnasium (Wirtschaftswissenschaften)

Jede AHS kann aber individuelle Schwerpunkte setzen. Einige Schulen haben sich besonders auf Informatik, auf Fremdsprachen, auf die musische oder sportliche Ausbildung spezialisiert.

 

Beruf1Berufsbildende Mittlere Schule (BMS) – Dauer 2 bis 4 Jahre

Berufsbildende mittlere Schulen (BMS) vermitteln Allgemeinbildung und eine Berufsausbildung vergleichbar mit der Lehrausbildung. Diese Schulen haben meist eine Ausbildungsdauer von ein oder zwei Jahren, damit verbunden ist aber nur eine teilweise Berufsausbildung. Schulen mit einer Ausbildungsdauer von drei oder vier Jahren vermitteln meist eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Wenn ein Kind keine höhere Schule besuchen will, aber trotzdem lieber eine Schule als eine Lehre machen möchte, dann ist die BMS eine gute Alternative und bietet eine praxisnahe Berufsausbildung.

Die wichtigsten Schulen im Überblick:

  • Technische, gewerbliche und kunstgewerbliche Fachschulen
  • Handelsschulen
  • Fachschulen für wirtschaftliche Berufe
  • Fachschulen für Mode und Bekleidungstechnik
  • Hotel-, Gastgewerbe- und Tourismusfachschulen
  • Fachschulen für Sozialberufe
  • Landwirtschaftliche Fachschulen

monitor-560632_640

 

Berufsbildende Höhere Schule (BHS) – Dauer 5 Jahre

 Berufsbildende höhere Schulen (BHS) bieten neben der Vermittlung von Allgemeinwissen auch eine gehobene Berufsausbildung. Die Ausbildung dauert fünf Jahre und schließt mit der Matura ab, gleichzeitig erwirbt Ihr Kind auch eine abgeschlossene Berufsausbildung. Danach kann er/sie entweder direkt ins Berufsleben einsteigen oder ein Studium beginnen.

 

Die wichtigsten Schulen im Überblick:

  • Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten
  • Höhere land- und forstwirtschaftliche Lehranstalten
  • Handelsakademien
  • Höhere Lehranstalten für Mode und Bekleidungstechnik
  • Höhere Lehranstalten für Tourismus
  • Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe
  • Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik
  • Bildungsanstalten für Sozialpädagogik

 

Beruf (20)

Achtung – erst nach 9 Schuljahren möglich:

Lehre – Dauer 2 – 4 Jahre ja nach Lehrberuf:
Voraussetzung für den Beginn einer Lehrausbildung ist die Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht. Ein positiver Abschluss der Neuen Mittelschule/Hauptschule/AHS Unterstufe bzw. der PTS ist nicht erforderlich, erhöht aber – sowie gute Noten – die Chancen auf einen Lehrplatz. In Österreich gibt es über 200 verschiede Lehrberufe. Einen Überblick über Lehrberufe findet man z.B. auf www.ams.at/berufslexikon oder auf www.bic.at.

Im Raum Linz-Enns-Steyr bieten eine Vielzahl von Unternehmen Lehrausbildungen in unterschiedlichen Bereichen an.
Eine Lehre ist eine gute Wahl für diejenigen Jugend-lichen, die keine weiterführende Schule besuchen möchten, sondern eine Praxisausbildung bevorzugen. Die Ausbildung erfolgt im Betrieb und ein Teil der Ausbildungszeit wird in der Berufsschule verbracht, wo theoretisches Wissen erworben wird.

Einige Unternehmen verlangen von den Jugendlichen einen Aufnahme- bzw. Eignungstest. Wichtig sind Schnuppertage, bei denen sich die Unternehmen ein Bild von den Jugendlichen machen können bzw. Jugendliche herausfinden können, ob der Lehrberuf passt.
Es besteht auch die Möglichkeit, die Lehre mit einer Matura zu verknüpfen – Lehre mit Matura – Informationen hierzu finden Sie unter www.lehremitmatura-ooe.at . Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Matura mittels Berufsreifeprüfung nach dem Lehrabschluss nachzuholen http://erwachsenenbildung.at

Eine Lehre kann auch für Schulabbrecher/innen und Absolvent/innen von mittleren oder höheren Schulen interessant sein, um eine Berufsausbildung zu erlangen.

 

Weiterführende Links zum Thema Schule:

Österreichische Schulportale
Hier finden Sie umfassende Informationen zum Thema Schule.

Der Schulführer ist nach Schultypen und Bundesländern geordnet.
https://www.schule.at/schulfuehrer.html

Informationen des Bildungsministeriums zu Schulen
www.bmukk.gv.at

ABC der berufsbildenden Schulen
www.berufsbildendeschulen.at

BAKIP – Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik
BASIP – Bildungsanstalten für Sozialpädagogik
www.bakip-basop.at

Berufsschulen in Österreich
www.berufsschule.at

HAK – Portal der kaufmännischen Schulen
www.hak.cc

HLFS – Höhere land- und forstwirtschaftliche Schulen
www.hlfs.at

HUM – Humanberufliche Schulen
www.hum.at

HTL – Höhere technische Schulen
www.htl.at

 

Sie finden den gesamten Beitrag hier als pdf-download:

14 Jahre – WAS NUN?

sshot-1